Wirt­schafts­mi­nis­ter­kon­fe­renz und Bünd­nis Zukunft der Indus­trie star­ten Dialog

Die Spitzenvertreter der Wirtschaftsministerkonferenz und des Bündnisses Zukunft der Industrie haben heute einen Dialog über Herausforderungen und Chancen für die Industrie in Deutschland gestartet. Dabei wurde eine engere Kooperation von Bund und Ländern vereinbart mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen zu stärken und den Industriestandort Deutschland zukunftsfähig zu gestalten.

Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er: „Die Indus­trie­un­ter­neh­men müs­sen die aktu­el­le Kri­se und gleich­zei­tig den tief­grei­fen­den Wan­del hin zu mehr Digi­ta­li­sie­rung und Kli­ma­schutz bewäl­ti­gen. Dies erfor­dert einen Inno­va­ti­ons­schub, bie­tet aber auch gro­ße Chan­cen. Die Indus­trie kann maß­geb­lich dazu bei­tra­gen, die Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit zu meis­tern: Wenn Deutsch­land es schafft, Kli­ma­schutz und indus­tri­el­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit erfolg­reich zu ver­ei­nen, kön­nen wir welt­weit zum Vor­bild wer­den. Die­sen Wan­del müs­sen wir gemein­sam gestal­ten. Im Dia­log zwi­schen dem Bünd­nis Zukunft der Indus­trie und der Wirt­schafts­mi­nis­ter­kon­fe­renz wer­den wir die Koope­ra­ti­on zwi­schen Bund und Län­dern aus­bau­en. Das Ziel ist, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der deut­schen Indus­trie und die Arbeits­plät­ze in Deutsch­land zu erhal­ten und auszubauen.“

Prof. Dr. Andre­as Pink­wart, Vor­sit­zen­der der Wirt­schafts­mi­nis­ter­kon­fe­renz und nord­rhein-west­fä­li­scher Wirt­schafts­mi­nis­ter: „Ich freue mich sehr auf den Dia­log mit dem Bünd­nis “Zukunft der Indus­trie”. Die Wirt­schafts­mi­nis­ter­kon­fe­renz hat sich als Schwer­punkt­the­ma für 2022 die „Kli­ma­neu­tra­le Trans­for­ma­ti­on der Wirt­schaft unter beson­de­rer Berück­sich­ti­gung der Ener­gie“ vor­ge­nom­men. Hier dürf­ten sich zahl­rei­che Über­schnei­dun­gen mit den The­men des Bünd­nis­ses erge­ben, die den Dia­log beson­ders frucht­bar für alle Betei­lig­ten machen können.“

Hubert Aiwan­ger, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der Wirt­schafts­mi­nis­ter­kon­fe­renz und baye­ri­scher Wirt­schafts­mi­nis­ter: „Eines steht fest: Wir dür­fen die euro­päi­sche und glo­ba­le Ebe­ne nicht außer Acht las­sen, vor allem muss Car­bon Leaka­ge wirk­sam ver­hin­dert wer­den. Gleich­zei­tig benö­ti­gen wir end­lich eine Reform des Abga­ben- und Steu­er­sys­tems auf Ener­gie und Strom. Schließ­lich ist Deutsch­land euro­pa­weit eines der Län­der mit den höchs­ten Ener­gie­prei­sen. Unse­re Auf­ga­be ist des­halb, Inves­ti­tio­nen in Kli­ma­schutz zu beför­dern. Kli­ma­neu­tra­li­tät schaf­fen wir nur mit der Indus­trie als Lösungs­an­bie­ter. Die Unter­neh­men brau­chen aber lang­fris­ti­ge Pla­nungs­si­cher­heit und fai­re Wettbewerbsbedingungen.“

Prof. Dr. Sieg­fried Russ­wurm, Prä­si­dent des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Indus­trie: „Die Indus­trie hat sich in der Coro­na-Kri­se als Sta­bi­li­täts­an­ker erwie­sen. Es muss uns in Bund und Län­dern nun gemein­sam gelin­gen, smar­te Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen der Indus­trie wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Nur durch Inno­va­ti­on wird die Trans­for­ma­ti­on zur Kli­ma­neu­tra­li­tät gelin­gen und die digi­ta­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit gesi­chert. Kli­ma­schutz­lö­sun­gen müs­sen zum Export­schla­ger wer­den. Die Poli­tik muss dazu die immensen not­wen­di­gen Inves­ti­tio­nen in kli­ma­freund­li­che Pro­zes­se und digi­ta­le Tech­no­lo­gien betriebs­wirt­schaft­lich attrak­tiv machen, wie vom Bünd­nis vorgeschlagen.“

Jörg Hof­mann, Ers­ter Vor­sit­zen­der der IG Metall: „Um den Struk­tur­wan­del öko­no­misch und öko­lo­gisch erfolg­reich und fair gestal­ten zu kön­nen, ist der kon­ti­nu­ier­li­che und struk­tu­rier­te Aus­tausch der ver­schie­de­nen Akteu­re der Indus­trie­po­li­tik heu­te wich­tig und wird in Zukunft immer ent­schei­den­der. Von der euro­päi­schen über die natio­na­le bis zur regio­na­len Ebe­ne müs­sen die Indus­trie­stra­te­gien hori­zon­tal und ver­ti­kal ver­netzt wer­den. Der heu­te ver­ein­bar­te Dia­log zwi­schen dem Bünd­nis „Zukunft der Indus­trie“ und der Wirt­schafts­mi­nis­ter­kon­fe­renz der Län­der ist ein wich­ti­ger Bei­trag für einen fai­ren Wan­del in der Transformation.“

Die Gesprächs­teil­neh­mer waren sich einig, dass der Indus­trie eine zen­tra­le Rol­le bei der digi­ta­len und öko­lo­gi­schen Trans­for­ma­ti­on der Wirt­schaft zukommt. Der Aus­tausch soll dazu bei­tra­gen, die jewei­li­gen Ansät­ze zur För­de­rung indus­tri­el­ler Wert­schöp­fung und Beschäf­ti­gung in Bund und Län­dern stär­ker zu ver­zah­nen. Das heu­ti­ge Auf­takt­ge­spräch fand als Video­kon­fe­renz statt.

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