Jubi­lä­um: Sechs Jah­re Bünd­nis #Zukunft­Der­In­dus­trie

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Das Bündnis „Zukunft der Industrie“ wurde am 3. März 2015 gegründet. Zunächst waren 10 Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände, 3 Industrie-Gewerkschaften und der DGB, sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie dabei. Später kamen weitere Mitglieder zu einer (für manche) überraschenden Koalition zusammen. Gemeinsam gestalten wir die #ZukunftDerIndustrie.

Kli­ma­wan­del, digi­ta­le und öko­lo­gi­sche Trans­for­ma­ti­on, demo­gra­fi­sche Ent­wick­lun­gen, mas­si­ve Angrif­fe auf fai­re Han­dels­be­zie­hun­gen und Coro­na-Pan­de­mie. Gera­de jetzt ist eine moder­ne und ver­ant­wort­lich agie­ren­de Indus­trie unver­zicht­bar. Durch neue Lösun­gen, Pro­duk­te und Pro­zes­se leis­ten Indus­trie und Indus­trie­be­schäf­tig­te einen unver­zicht­ba­ren Bei­trag, um die­se Her­aus­for­de­run­gen zu bestehen.

“Die Her­aus­for­de­run­gen sind rie­sen­groß – für Gesell­schaft, Poli­tik, Wirt­schaft, Indus­trie und Gewerk­schaf­ten”, betont Wolf­gang Lemb, geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied der IG Metall. “Vie­le die­ser Her­aus­for­de­run­gen kön­nen wir nur gemein­sam erfolg­reich gestal­ten. Wenn wir das Bünd­nis nicht bereits gegrün­det hät­ten, müss­ten wir es jetzt erfinden.”

“Das Bünd­nis Zukunft der Indus­trie ist seit nun­mehr sechs Jah­ren zen­tra­les Dia­log­gre­mi­um für indus­trie­po­li­ti­sche Fra­ge­stel­lun­gen. Gemein­sa­mes Ziel ist es, den Indus­trie­stand­ort zukunfts­fä­hig zu gestal­ten, die Beschäf­ti­gung in der Indus­trie zu erhal­ten und die Indus­trie­ak­zep­tanz zu stei­gern,“ fasst Dr. Win­fried Horst­mann: Abtei­lungs­lei­ter Indus­trie­po­li­tik im BMWi zusammen.

“Seit sechs Jah­ren set­zen wir uns zusam­men für die #Zukunft­Der­In­dus­trie ein. Das geht nicht ohne inten­si­ve Debat­ten. Aber uns eint das Ziel, dass die Indus­trie wei­ter­hin zu Wohl­stand, nach­hal­ti­gem Wachs­tum und Inno­va­ti­on beträgt. Gemein­sam haben wir viel erreicht, es bleibt aber noch viel zu tun für unser Bünd­nis”, ergänzt BDI-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Dr. Joa­chim Lang.

Unser Bünd­nis will die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen als Chan­ce begrei­fen und Inves­ti­tio­nen, Beschäf­ti­gung, gute Arbeits­be­din­gun­gen, Wett­be­werbs­fä­hig­keit und wirt­schaft­li­che Dyna­mik lang­fris­tig stärken.

Auch ohne die Coro­na Kri­se gibt es Hand­lungs­be­darf für eine Stär­kung der Inves­ti­ti­ons­be­din­gun­gen. Die Pan­de­mie deckt die struk­tu­rel­len Defi­zi­te aber gna­den­los auf. Je län­ger die Rezes­si­on andau­ert, des­to weit­rei­chen­der wer­den struk­tu­rel­le Kon­se­quen­zen für das indus­tri­el­le Wert­schöp­fungs­netz­werk in Deutsch­land und Euro­pa. Ein Kern­an­lie­gen des Bünd­nis­ses ist es daher, die­ses Netz­werk zu bewah­ren und auszubauen.

Für eine nach­hal­ti­ge EU-Indus­trie­stra­te­gie — die Indus­trie euro­pa­weit voranbringen

Euro­pa ist unser Hei­mat­markt. Wert­schöp­fungs­ket­ten funk­tio­nie­ren grenz­über­schrei­tend und ver­tie­fen die EU. Die EU-Indus­trie­stra­te­gie darf nicht zur Abschot­tung der EU füh­ren, son­dern muss das euro­päi­sche Wirt­schafts- und Sozi­al­mo­dell als Basis für mul­ti­la­te­ra­le Lösun­gen stär­ken. Sie muss die Indus­trie jedoch welt­weit auch ange­mes­sen vor unfai­ren Prak­ti­ken schüt­zen und Markt­zu­gän­ge sicher­stel­len. Euro­pa muss das Poten­zi­al von Beschäf­tig­ten durch gute Arbeits­plät­ze und ‑bedin­gun­gen, hohe Pro­duk­ti­vi­tät und Qua­li­fi­zie­rung für den Erfolg der euro­päi­schen Indus­trie nutz­bar machen.

EU-Kli­ma­stra­te­gie und EU-Indus­trie­stra­te­gie gemein­sam denken

Kli­ma­po­li­tik, die eine Ver­la­ge­rung der Indus­trie­pro­duk­ti­on und ihrer Emis­sio­nen in ande­re Tei­le der Welt för­dert, scha­det dem glo­ba­len Kli­ma­schutz und der Wirt­schaft in Deutsch­land und Euro­pa.
Nur mit einer star­ken Indus­trie las­sen sich dieA Kli­ma­zie­le errei­chen. Des­halb wol­len wir die Trans­for­ma­ti­on zur CO2-Neu­tra­li­tät mit Stär­kung der Wirt­schaft verbinden

Erneu­er­ba­re Ener­gien sind Basis einer kli­ma­neu­tra­len Indus­trie. Wir brau­chen mehr Akzep­tanz für Maß­nah­men zum Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien. Die zügi­ge Wei­ter­ent­wick­lung des Finan­zie­rungs- und Regu­lie­rungs­rah­mens für erneu­er­ba­re Ener­gien und eine rasche Absen­kung staat­lich indu­zier­ter Kos­ten­be­stand­tei­le sind drin­gend erfor­der­lich, um Indus­trie­strom­prei­se zu redu­zie­ren und Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu sichern.

Was­ser­stoff ist für ein kli­ma­neu­tra­les Euro­pa unver­zicht­ba­rer Roh­stoff und Ener­gie­trä­ger. Beim Auf­bau eines Hei­mat­mark­tes für Was­ser­stoff soll­te daher in die gesam­te Wert­schöp­fungs­ket­te der Was­ser­stoff­her­stel­lung und ‑ver­tei­lung inves­tiert werden.

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